Kultur und Schule

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FÖRDERPROGRAMM „KULTUR UND SCHULE – KULTURELLE BILDUNG“

Sicherung und Ausbau von Maßnahmen kultureller Bildung sind wesentlicher Bestandteil des Stormarner Kulturentwicklungsplans. In diesem Jahr konnte das vor zwei Jahren initiierte Förderprogramm „Kultur und Schule“ ausgebaut werden.

In 2021 stehen erstmals insgesamt 25.000€ für Kooperationsprojekte zwischen Kulturschaffenden und Schulen bereit. Ermöglicht werden so erstmals 27 verschiedene Kulturprojekte, die einen offenen, kreativen und künstlerischen Austausch an den Schulen initiieren.

Bewerben konnten sich Schulen oder Kulturschaffende aus dem Kreis Stormarn für eine Förderung bis zu 1000€ je Projekt. Über die Vergabe der Mittel hat eine Jury unter dem Vorsitz von Lucia Schoop, Preisträgerin des ersten Stormarner Kulturpreis, bildende Künstlerin und Mitglied im Kunstkreis Bargteheide, entschieden.

Anträge für 2022 können voraussichtlich ab Ende 2021 gestellt werden.
Die Bewerbung kann sowohl von den Schulen als auch von den Kulturträgern ausgehen und sollte einen Bezug zum Kreis Stormarn beinhalten. Die Kulturakteur:innen sollten eine Vermittlungs-Qualifizierung nachweisen (z.B. durch den Nachweis der Fortbildung im Kontext des Projektes  "Schule trifft Kultur - Kultur trifft Schule" oder alternative pädagogische Qualifikationen).

 

Ammermann Sachsenwaldschule Museum Reinbek c Eva Ammermann2

Kultur und Schule: Projektbeispiele

Ein Brettspiel zum Schloss Reinbek

Zusammen mit Kulturvermittlerin Eva Ammermann entwickelten Schüler:innen der Sachsenwaldschule Reinbek ein Brettspiel. Informationen über 450 Jahre Reinbeker Geschichte konnten im Stadtarchiv gesammelt werden. Bei einer museumspädagogischen Führung im Museum Schloss Reinbek konnten die Kinder alles über die Erbauung und das damalige Leben erfahren. Das Leben in Schloss Reinbek und Umgebung wird durch Spielideen von und für Schüler:innen spannend und spielerisch erlebbar.

Foto: Eva Ammermann

Stumpf ErichKandelGym Erkundung Ahrensburg c Benjamin Stumpf2

Ästhetische Ortserkundungen in Ahrensburg

Schüler:innen des Erich-Kandel Gymnasiums in Ahrensburg untersuchten in einem Projekt des Kulturvermittlers Benjamin Stumpf konträre und vielfältige Seiten der Stadt. Sie setzten sich dabei mit sozialen, kulturellen und historischen Fragen auseinander. Die ästhetische Annäherung an die verschiedenen Orte erfolgte mit verschiedenen künstlerischen Techniken und Medien (Fotografie, Zeichnung, Klang etc.). Das Stadtarchiv Ahrensburg gewährte den Schüler:innen Einblicke in historische Dokumente, welche in den künstlerischen Prozess einbezogen wurden.

Foto: Benjamin Stumpf

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Künstlerische Intervention im öffentlichen Raum in Trittau

Für eine temporäre Installation vor der Wassermühle und der Martin-Luther-Kirche in Trittau entstanden in einem Projekt von Künstlerin und Kulturvermittlerin Antje Feger mit Schüler:innen der Hahnheideschule zwei Fadenskulpturen. Themen wie Toleranz und Rassismus wurden von den Schüler:innen selbst eingebracht, in die Konzeptentwicklung einbezogen und schließlich abstrakt künstlerisch umgesetzt.

Foto: Antje Feger

Ammermann Schuelerprojekt Zwangssterilisation NS c Eva Ammermann

„Christian, Paul und Emma – Vergessene Opfer der Zwangssterilisation in der NS-Zeit“

Schüler:innen der Beruflichen Schule in Bad Oldesloe setzten sich im Rahmen des Kulturprojekts, initiiert und geleitet von der Künstlerin und Kulturvermittlerin Eva Ammermann, umfangreich mit dem Thema „Euthanasie und Zwangssterilisation in der NS-Zeit“ auseinander, untersuchten Fallakten im Kreisarchiv Stormarn und sprachen mit einem Chronisten. Der Prozess wurde mit der Kamera begleitet und im Ergebnis entstand ein Dokumentationsfilm.

Foto: Eva Ammermann

Schleth Stadtschule OD Galerie BoArt

Regionale Begegnung zwischen Kunstschaffenden und Schüler:innen

Die Galerie BoArt lädt Schulklassen ein und ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang zu Kunst und Künstler:innen. Die Kreativität der Schüler:innen und ihr Interesse an Kultur werden gefördert. Anhand von aktuellen Ausstellungen werden Sehgewohnheiten geschärft, Materialien im Kontakt mit Künstler:innen kennengelernt, Materialien kreativ angewandt, Versuche in Lyrik und WortArt gefördert und eigene thematische Gestaltungen umgesetzt.

Foto: Barbara Schleth