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Kleines Theater Bargteheide eröffnet mit „Academy“ jungen Menschen Perspektiven

Das Kleine Theater Bargteheide meldet sich nach der Pause mit einem neuen Projekt zurück.

Foto: v.l.n.r. Rena Eckart, Günther Russ, Olaf Nehls, Doris Paul, Norbert Ohl © Christian Bücker

Unter dem Label Academy nimmt der Verein speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zugeschnittene Workshops aus den Bereichen Schauspiel, Tanz und Film in sein Programm auf. Aus gutem Grund, wie Vorstandsmitglied Günther Russ erläutert: „Gerade nach der Enge des Corona-bedingten Zusammenlebens möchten wir den jungen Menschen etwas bieten, wo sie unter ihresgleichen sind und aktiv sein können.“ Das neue Label sei Teil einer Strategie, die darauf abziele, Aktivitäten strukturell zu bündeln. Der Vereinsvorsitzende Olaf Nehls sagt: „Ich freue mich, dass wir mit der Academy des Kleinen Theaters den Auftakt zu einer Reihe von wiederkehrenden Veranstaltungen ankündigen können.“ Es gehe darum, nachhaltige und langfristige Lehrangebote für diese Altersgruppe zu schaffen. Russ, zuständig für Events und Planung, fügt hinzu: „Das zeigt, dass der Verein seine Aufgabe der Kulturvermittlung ernst nimmt und seiner Vorbildfunktion gerecht wird.“

Die ersten drei Workshop-Termine stehen fest. Los geht es mit dem Schauspielsommer in den Sommerferien. Vom 26.  bis 30. Juli können 20 Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren in die spannende Welt der Bühne hineinschnuppern und erste eigene Erfahrungen mit dem Schauspiel machen. Zum Ablauf dieser 5 Tage sagt Russ: „Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt, um eine intensive Betreuung jedes einzelnen zu ermöglichen.“ Ein Team aus jeweils zwei erfahrenen Regisseuren kümmert sich um eine Gruppe. Die Vormittage sind der Regiearbeit vorbehalten. Die Mittagspausen verbringen alle wieder gemeinsam. Nachmittags arbeiten zwei Experten aus den Bereichen Stimmbildung sowie Tanz und Bewegung mit den Kindern. „Wir schulen die sprachliche, kreative und motorische Entwicklung der Teilnehmenden“, sagt Russ. Und weil Bewegung und Darstellung miteinander verknüpft sind, steht an zwei Tagen zusätzlich sportliche Betätigung auf dem Programm.

„Wir wollen die Lust aufs Theaterspiel wecken“, sagt Russ. Dazu gehen die Verantwortlichen eine Kooperation mit der Theaterwerkstatt ein. Der eigenständige Verein ist unter anderem für die bezaubernden Inszenierungen der Kindertheaterstücke in der Weihnachtszeit verantwortlich, die das Publikum immer wieder aufs Neue begeistern. Für den Schauspielsommer setzt das Theater auf die langjährige Kompetenz der Vorsitzenden Doris Paul und deren Stellvertreter Kai Fischer in Sachen Regiearbeit und Theaterpädagogik. Für den Workshop konnten zudem Andreas Püst, Geschäftsführer des Theaters Lauenburg sowie Regisseurin, Performerin und Musikerin Lisa Apel gewonnen werden.

Gemeinsam wollen sie den Heranwachsenden einen experimentellen Raum des Erlebens eröffnen, in dem diese sich gemeinsam ausprobieren und ihr Potenzial entfalten können. Höhepunkt bildet die Abschlussveranstaltung, bei der die Teilnehmenden die erlernten Fähigkeiten vor einem kleinen Publikum demonstrieren können. Günther Russ sagt: „Dazu haben sich die Regisseurinnen und Regisseure eine Story ausgedacht.“ Ort der Handlung sei ein Feriencamp und eine Schatzkarte spiele eine wichtige Rolle. „Es wird also spannend“, verspricht Russ.

Dem Theater geht es jedoch nicht nur darum, Spaß und Action auf der Bühne zu vermitteln und einen Ausgleich für eine entbehrungsreiche Zeit zu bieten. Es verfolgt damit zudem langfristige Ziele wie die Stärkung des Selbstbewusstseins der Kinder. Und das Projekt hat noch einen angenehmen Nebeneffekt. Russ sagt mit einem Schmunzeln: „Wir gönnen damit auch den Eltern mal eine Pause.“

Workshop Postkarten

Foto © Christian Bücker

Für Jugendliche ab 14 Jahren und junge Erwachsene, die sich für das Filmemachen interessieren, ist hingegen der Filmherbst gedacht. Unter diesem Titel hat Vorstandsmitglied Rena Eckart zwei aufeinanderfolgende, fünftägige Workshops konzipiert, die Platz für jeweils 20 Teilnehmende bieten. Nummer eins ist für Neuinteressierte ohne Vorkenntnisse gedacht. Darin wird Basiswissen aus den Bereichen Drehbuch & Regie, Film-Schauspiel, Kamera & Schnitt, Ton & Sounddesign vermittelt. Filmemacher Melvin Jäpel gehört zum Kinovorstand des Kleinen Theaters. Er hat das vierköpfige Lehrerteam so zusammengestellt, dass es jeweils einen Spezialisten pro Bereich gibt. Neben Jäpel sind das Schauspielerin Saskia Corleis, Kameramann Dominik Ziegenhagel und Tonspezialist Maurice Goldmann. Mit ihrer Unterstützung soll es den Teilnehmenden gelingen, das Erlernte in die Praxis umzusetzen und einen ersten kleinen Kurzfilm zu erstellen.

Der zweite Teil richtet sich an Fortgeschrittene, die bereits erste Erfahrungen bei Filmdrehs oder im Basiskurs gesammelt haben. Es geht darum, die Kenntnisse zu vertiefen und qualitativ auszubauen. Am Ende des Kurses steht die Vorstellung der Ergebnisse in Form professioneller Kurzfilme.

Und auch für diejenigen, die sich mehr für tänzerische Performance interessieren, hat das Kleine Theater etwas vorbereitet. Doris Paul kündigt an: „Unter dem Label der Academy planen wir am Herbstferien-Wochenende außerdem einen Tanzworkshop.“

Schauspielsommer

Montag, 26. Juli, bis Freitag, 30. Juli. Zeiten: Montag ab 9 Uhr, sonst tägl. 10 bis 16/17 Uhr. Kosten 100 Euro, Anmeldeschluss: 1. Juli.

Filmherbst

Workshop I (Basics) Montag, 4. Oktober, bis Freitag, 8. Oktober. Zeiten: tägl. 10 bis 17 Uhr.
Workshop II (Fortgeschrittene) Montag, 11. Oktober bis Freitag, 15. Oktober, tägl. 10 bis 17 Uhr.
Kosten: jeweils 220 Euro inkl. Mittagsverpflegung, Anmeldeschluss 15. September (bei Anmeldung bis 15. August gibt es zehn Prozent Rabatt). Wer an beiden Workshops teilnimmt, sichert sich 20 Prozent Preisnachlass für den Aufbaukurs.

 

Infos und Anmeldung für den Filmherbst unter https://www.bargteheide-kino.de/academy/. Die Vergabe der Plätze erfolgt chronologisch unter der Voraussetzung, dass die Überweisung des Beitrages bis Anmeldeschluss eingegangen ist.

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